Aktionswoche Alkohol 2009 - Kenn' den Limit

Promis im Wahlkreis – Sabine Bätzing in Filderstadt

Im Anschluss an die „Aktionswoche Alkohol 2009 – Kenn' dein Limit“ besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing am 25. Juni 2009 auch die Stadt Filderstadt im Wahlkreis von Rainer Arnold. In ihrer Funktion als Drogenbeauftragte der Bundesregierung war sie von Rainer Arnold eingeladen worden, über ihre Arbeit zu berichten.

In einem Stuhlkreis fanden sich die Vertreter des Jugendgemeinderats Filderstadt, Streetworker und Sozialarbeiter um Sabine Bätzing ein, sodass eine lockere Diskussionsatmosphäre entstehen konnte. Die Oberbürgermeisterin der Stadt Filderstadt Gabriele Dönig-Poppensieker (SPD) begrüßte die Anwesenden und bedankte sich bei Rainer Arnold dafür, dass er den Besuch von Sabine Bätzing möglich gemacht hatte. Nach einigen Informationen wie es um das Thema Alkohol in Filderstadt steht, übergab Dönig-Poppensieker das Wort an die Runde aus Jugendlichen und Sozialarbeitern.

Diese berichteten Sabine Bätzing von ihren Projekten zu Suchtprävention und Aufklärung, aber auch von den Widerständen, die ihnen bei dieser Arbeit des Öfteren entgegenschlügen. Es wurde deutlich, dass die Vorbildfunktion der Erwachsenen beim Alkoholkonsum einen entscheidenden Einfluss auf Jugendliche hat, jene aber sich oft weigerten, ihr Verhalten zu reflektieren. Diese Einschätzung teilte auch Sabine Bätzing und betonte die Wichtigkeit, bei Erwachsenen ein stärkeres Bewusstsein im Umgang mit Alkohol zu schaffen.

Angesichts des immer niedrigeren Einstiegsalters bei Alkohol oder sonstigen Suchtmitteln sei es ihr aber wichtig, nach dem „Warum“ zu fragen. Grenzen auszutesten sei normal, aber wenn Zwölfjährige nach der Wodkaflasche griffen oder 14-Jährige sich regelmäßig gezielt „abfüllten“, ließe sich das damit nicht mehr erklären.

Fragen stellten auch die Vertreter des Jugendgemeinderats: „Mit welchem Medium erreicht man Jugendliche am besten?“ wollten sie beispielsweise von der Drogenbeauftragten wissen. Für Sabine Bätzing sind junge Menschen am ehesten über Fernsehen und Internet ansprechbar, weswegen sie auch mit der Fernsehserie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ zusammenarbeite, um einen vernünftigen Umgang mit Alkohol und Tabak zu vermitteln.

Immer wieder betonte sie, dass es ihr nicht darum ginge, als „Spaßbremse der Nation“ alles zu verbieten und zu regulieren, jedoch wolle sie aufklären und die Einhaltung der bestehenden Gesetze einfordern.

Am Ende der Veranstaltung lobte die Drogenbeauftragte die bisherigen Projekte des Jugendgemeinderats und ermunterte sie, auch bei Widerstand hartnäckig zu bleiben. Erkennbar war, dass Sabine Bätzing mit ihrer natürlichen und jungen Art gut bei den Jugendlichen ankam und ihr Besuch auch motivierende Wirkung hatte.