Arnold besucht Einrichtungen in Aichtal

Eine Frage der Solidarität in der Gesellschaft

(pm). Der Nürtinger Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold (SPD) besuchte vergangenen Freitag zusammen mit Bürgermeister Klaus Herzog verschiedene Einrichtungen, Vereine und Firmen in Aichtal. Arnold ist es wichtig, die Unternehmen vor Ort regelmäßig zu besuchen und den Kontakt zu pflegen.

Nach einem Gespräch im Rathaus ging es zusammen mit den Gemeinderäten Her-bert Schulze und Jörg Harrer zum Firmenbesuch der Regionalgesellschaft Aldi SÜD GmbH. Deren Standort in Aich mit einer Fläche von 50.000 Quadratmetern ist am Ende der Ausbaumöglichkeiten angelangt. 1976 wurde das Zentrallager gebaut und mehrmals erweitert. Täglich werden von diesem Lager aus über 70 Filialen mit 18 LKW beliefert.

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Gemeinderäte Jörg Harrer und Norbert Schulze, Rainer Arnold, MdB sowie Bürgermeister Klaus Herzog (v.l.n.r.)

Insgesamt 160 Auszubildende gibt es derzeit in dieser Regionalgesellschaft. Zudem bietet Aldi Süd für die Abiturienten unter den Auszubildenden auch ein Bachelorstudium in Bad Mergentheim an. Durchschnittlich 60-80 Personen verschiedener Regionalgesellschaften studieren dort. „Das freut mich als Abgeordneten natürlich besonders, dass Aldi in dieser Stärke ausbildet“, so Arnold.

Direkt nach der Besichtigung des Zentrallagers ging es für Herzog, Arnold und Schulze weiter zum Gespräch mit Pfarrer Schilling ins evangelische Pfarramt in Grötzingen. Arnold, der die Patenschaft für die Marie-Appt-Hütte übernommen hat, interessierte besonders, wie gut diese angenommen wird. Die Hütte ist nach Pfarrer Schilling sehr gut belegt und es haben sich schon feste Backgruppen etabliert. Auch Kindergärten und Schulen nutzen die Hütte. Die Kirche selbst plant dieses Jahr noch, dort einen Gottesdienst im Grünen abzuhalten. Erfreulicherweise gebe es fast keinen Vandalismus.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde. 28 Flüchtlinge wohnen derzeit in Grötzingen. Die Kirche hat einen Arbeitskreis gebildet, der die Belange der Flüchtlinge thematisiert und hilft, so gut es geht. So konnten beispielsweise Fahrräder organisiert werden, damit die Flüchtlinge mobil sind. Fast al-le nehmen auch an einem Integrationskurse an der VHS in Nürtingen teil, welcher ebenfalls durch den Arbeitskreis vermittelt wurde. Die Flüchtlinge sind hochmotiviert und möchten unbedingt schnell deutsch lernen.
Beim Mittagessen mit den Seniorenbeiratsmitgliedern, Herrn Malik und Herrn Grabe, rückten dann die Belange der Senioren ins Zentrum. Der Rat betreibt sehr erfolgreich das Aichtaler Bürger Café, welches jeden Dienstagnachmittag von 15 bis 18 Uhr geöffnet hat. Hier kann man nicht nur Kaffee trinken, sondern es gibt auch Vorträge oder Filmvorführungen. Leider fehle es jedoch an Aktiven.

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Rainer Arnold, MdB im Gespräch mit Herrn Malik und Herrn Grabe

Herr Malik betonte, dass besonders Menschen, die einsam seien und weder religiös, noch in Vereine eingebunden seien, gerne ins Café kämen. Arnold brachte den Vorschlag ein, auch das Gespräch mit allen Abgeordneten zu suchen. Sicherlich würden auch seine Kollegen gern ins Café kommen, so der SPD-Mann. Auch über andere politische Themen, wie beispielsweise die Rentenproblematik, die Eurokrise oder die Affäre um Wulff, wurde angeregt diskutiert.
Im Anschluss an das Mittagessen folgte ein Gespräch mit dem Sprecher des Vereinsrings Grötzingen, Herrn Hinderer, und der Sprecherin des Vereinsrings Neuenhaus, Frau Harrer. Auch die Vereine müssen sich neu orientieren, um für Junge und auch Ältere attraktiv zu bleiben.

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Rainer Arnold, MdB mit Frau Harrer und Herrn Hinderer

Vor allem der fehlende Nachwuchs macht einigen Vereinen Probleme. Erfreulich sei, dass immer mehr Verein kooperieren würden. Herr Hinderer merkte an, dass das Vereinssteuerrecht eine Katastrophe sei. Es sei viel zu kompliziert und kaum noch zu durchschauen. Arnold sieht dies ähnlich, meint jedoch, dass man diesbezüglich nur über die Grenzbeträge reden könne, denn für eine durchgreifende Vereinfachung sieht er keine Chance. Eine Idee wäre vielleicht, wenn sich alle Vereine, um Kosten zu sparen, gemeinsam um eine Expertise bemühten. Diese Fachkraft könnte man dann z.B. über einen sozialen Dienst, wie den Bundesfreiwilligendienst, bezahlen. Hierfür müsse sich aber noch im Bereich der sozialen Dienste einiges ändern. Auch das Thema der Ganztagesschule beschäftigt die Vereine. Sie wüssten gerne, welche Erwartungshaltung hier die Politik habe. Der Bundestagsabgeordnete beruhigte und stellte klar, dass hier zunächst die jeweilige Schule gefordert sei. Sie müsse personell so eingerichtet sein, dass sie im musisch-sportlichen Bereich Angebote machen und durchführen könne. Erst in zweiter Linie könnten dann die Vereine unterstützend tätig werden.

Als letzte Einrichtung wurde dann noch das Jugend- und Kinderhaus in Aichtal besichtigt. Dort sprachen Schulze und Arnold mit dem einzigen Hauptamtlichen, Hartmut Kieninger. Das Haus ist 365 Tage im Jahr geöffnet und wird sehr gut von den Jugendlichen vor Ort angenommen. Es gibt neben zwei Halfpipes auch einen Billardtisch und einen Tischkicker. Zudem wird jeden Freitag ein offenes Tonen für alle Generationen angeboten.

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Herr Schulze, Herr Arnold, Herr Kieninger und Vertreter des Jugendclubs

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