Das Auto von morgen Probe gefahren

tl_files/bilder/rainerundgabriel.jpgDerzeit kämpft die Automobilindustrie mit einer Absatzflaute und anderen Folgen der Wirtschaftskrise. Sie arbeitet aber auch mit Hochdruck an neuen umweltfreundlichen Antriebskonzepten, die schon vor der Marktreife stehen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel konnte sich davon kürzlich überzeugen als er den Entwicklungsstandort für Brennstoffzellenautos, NuCellSys, in Kirchheim-Nabern besuchte.

tl_files/bilder/rainerundgabriel2.jpgRainer Arnold hatte das Treffen zwischen Politik und Wirtschaft möglich gemacht und den Minister in den Wahlkreis eingeladen. Gabriel nutze dies sogleich, um im Vorfeld der Stippvisite mit Daimler-Chef Dieter Zetsche über das Auto von morgen zu sprechen, um dann wenige Stunden später es selbst bei NuCellSys Probe zu fahren.

tl_files/bilder/gabrielfuehrung.jpgSigmar Gabriel und Rainer Arnold testeten eine Mercedes B-Klasse, die Wasserstoff tankt, der in einer Brennstoffzelle in Strom umgewandelt wird. Aus dem Auspuff kommt nur Wasserdampf. Zwar ist Wasserstoff keine Primärenergie und muss erst unter Energieverbrauch erzeugt werden, doch selbst wenn Erdgas dafür verwendet wird, sinken die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem „Benziner“ um fast die Hälfte. Der Grund: Sowohl der Elektromotor als auch die Brennstoffzelle arbeitet mit sehr hohen Wirkungsgraden, dagegen kann der Verbrennungsmotor aus physikalischen Gründen immer nur einen Teil der Energie nutzen.

tl_files/bilder/rainerundgabriel3.jpgDaimler und Ford wollen in den nächsten fünf Jahren mit einer Kleinserie mit mehreren 100 Stück BSZ-Autos für Flottenbetreiber, wie Taxiunternehmen, Kurierdienste oder Behörden anbieten. Ab 2014 könnten auch Privatkunden in Frage kommen, wenn bis dahin ein Tankstellennetz für Wasserstoff existiert. Diese Aufgabe gilt es noch zu lösen. Die technischen Hürden, davon konnten sich Rainer Arnold und Sigmar Gabriel in Kirchheim-Nabern überzeugen, sind dagegen bereits erfolgreich genommen.

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