Der Ausbau der B27 muss schneller kommen

Presseartikel der SPD-Fraktion Filderstadt zur Verzögerung des B27-Ausbaus

Filderstadt (Walter Bauer). Die SPD-Fraktion kritisiert die Ankündigung der Verkehrsministerin des Landes Baden-Württemberg, Tanja Gönner, den Ausbau der B27 um Jahre hinauszuschieben und fordert, alles zu tun, um mit dem Ausbau der B27 bereits 2013 beginnen zu können.

Der Bund hatte im Dezember 2008 zugesagt, diese Maßnahme mit hoher Dringlichkeit voranzubringen und hatte bereits Mittel in Höhe von 50% für die im Rahmen der Planfeststellung nötige Umweltverträglichkeitsprüfung zugesagt. Der damalige Staatssekretär des Landesverkehrsministeriums Rudolf Köberle (CDU) zeigte sich damals sehr angetan (Stuttgarter Zeitung vom 9.12.2008).

Der Filderstädter SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Bauer kritisiert: „ Wenn nun heute Frau Ministerin Tanja Gönner davon nichts mehr wissen wolle, habe dies üble Folgen für Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen.“ Bauer stimmt dem Oberbürgermeister Leinfelden-Echterdingens, Roland Klenk, in seiner ablehnenden Stellungnahme zu den Verzögerungen zu und ergänzt: „Wer die B27 im vorgesehenen Bereich nicht zügig ausbaut, der lässt die Städte Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen im Stich, denn zusätzlicher Verkehr wird sich dann durch die Stadtteile der beiden Städte Wege suchen. Das können wir im Interesse der betroffenen Menschen nicht akzeptieren!“

Stadt- und Kreisrat Walter Bauer verweist auch darauf, dass damit die Ortskernsanierung des Ortsteils Bernhausen um Jahre verzögert werde, da man bei der Verlegung der B312 aus dem Ortsteil Bernhausen auf die B27 auf den sechsspurigen Ausbau der B27 angewiesen sei. Ferner verzögerten sich dadurch die Lärmschutzmaßnahmen entlang der B27, die im Rahmen des Ausbaus errichtet werden müssten und die Verkehrsbelastungen in Bonlanden, Harthausen, Plattenhardt und Sielmingen würden zusätzlich verschärft werden.

Die SPD-Fraktion Filderstadt hatte sich in der Vergangenheit mit großem Einsatz für den Ausbau der B27 eingesetzt und am 4. Juni 2007 sogar einen Ortstermin mit der damaligen Staatssekretärin des Bundesverkehrsministeriums Karin Roth (SPD) organisiert. Das im Dezember 2008 verkündete Ergebnis entsprach den Vorstellungen der der SPD und der beiden Kommunen .

Nachdem im Dezember 2008 die Staatssekretärin Karin Roth (SPD) versichert hatte, dass sie sich dafür einsetzen werde, dass dem Ausbauprojekt der B27 im Bundesverkehrswegeplan ein vordringlicher Bedarf eingeräumt wird, muss nun festgestellt werden, dass im neu besetzten Verkehrsministerium diese Anstrengungen wohl nicht fortgesetzt worden sind. Fakt ist, dass Vertreter der CDU aus dem Raum Stuttgart und Esslingen bereits im Juli 2007 dagegen interveniert hatten, über den Ausbau der B27 die Verkehrsprobleme im Süden Stuttgarts und der Filderorte anzupacken.