Karriere bei der Bundeswehr

 

Freiwilliger Wehrdienst

Der neue freiwillige Wehrdienst ermöglicht es jungen Männern und Frauen ab 18 Jahren einen freiwilligen Dienst für die Gesellschaft zu leisten und um dabei die Bundeswehr von innen kennenzulernen. Der Zeitraum ist dabei flexibel festlegbar und kann bis zu 23 Monate dauern. Die Erfüllung der gesundheitlichen Eignung wird in einer Eignungsuntersuchung und Eignungsfeststellung (EUF) ermittelt.

Die ersten sechs Monate gelten dabei als Probezeit, die jederzeit einen Rücktritt von der Verpflichtung ermöglichen, falls der Wehrdienst nicht den Erwartungen entspricht oder es sich persönliche Veränderungen ergeben haben. Ab dem 1. Juli 2011 ist der freiwillige Wehrdienst auch für Frauen möglich.

Als freiwillig Wehrdienstleistender wird der Dienst mit einem steuerfreien Wehrsold vergütet. Genauere Informationen können Sie der Homepage der Bundeswehr entnehmen.

 

Ausbildung bei der Bundeswehr

Mit über 400 herausfordernden Berufen, vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und abwechslungsreichen Tätigkeiten sind die Streitkräfte ein interessanter Arbeitgeber. Ob man eine Ausbildung bei der Bundeswehr machen kann, hängt vor allem vom Schulabschluss ab.

Bei Hauptschulabschluss und Realschulabschluss z.B.:

  • im mittleren nichttechnischen Dienst
  • im mittleren Wetterdienst sowie
  • im mittleren Dienst der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung.
  • im gewerblich-technischen Bereich
  • im Heil- und Pflegedienst
  • im Verwaltungsbereich, z.B. als Verwaltungsfachangestellte/r (VFA)

Mit abgeschlossener Berufsausbildung:

  • z.B. Feldwebel des allgemeinen Fachdienstes (entsprechend einem Meister in der zivilen Wirtschaft)

Mit (Fach-) Abitur:

  • Offizierslaufbahn
  • Studium an einer Bundeswehruniversität

Mit abgeschlossenem Hochschulstudium (und Berufserfahrung):

  • Einstieg in die Bundeswehr direkt als Offizier, in der Regel mindestens im Dienstgrad Hauptmann bzw. Kapitänleutnant

Darüber hinaus kann man in der Wehrverwaltung des Bundes auch die Laufbahn eines Beamten/ Beamtin oder eines/einer Angestellten einschlagen.

Reservist der Bundeswehr

Es gibt drei Wege in die Reserve der Bundeswehr:

  • Die klassische Reserveoffizierslaufbahn
  • Den Weg als ehemaliger Zeit- und Berufslaufbahn
  • Die Zulassung in die Laufbahn des Reserveoffiziers als Spezialist mit zivilberuflichen Qualifikationen (5 Absatz 3 der Soldatenlaufbahnverordnung und § 40 des Wehrpflichtgesetzes)

Grundsätzlich ist es möglich, die Ausbildung zum Reserveoffizier während des Wehrdienstes oder außerhalb des Wehrdienstes (in Wehrübungen), zu durchlaufen. Der Ablauf der Ausbildung ist je nach Teilstreitkraft unterschiedlich, bitte informieren Sie sich auf den untenstehenden Seiten. Die Voraussetzungen sind allgemein:

  • Nicht älter als 30.Jahre
  • Abitur, Fachhochschulreife, oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand oder einen Realschulabschluss und eine Berufsausbildung
  • Alternativ eine abgeschlossene Unteroffizierausbildung mit der Beförderung zum Unteroffizier

Die Zulassung zum Reserveoffizieranwärter ist immer bedarfsbezogen und richtet sich nach Eignung, Leistung und Befähigung.

Im Gegensatz zu den Reserveoffizieranwärtern gibt es keinen standardisierten Ausbildungsgang für Spezialisten die nach § 40 WPflG in die Laufbahn der Reserveoffiziere übernommen wurden. Eine Laufbahnprüfung in Form eines Offizierlehrganges ist nicht vorgesehen. Lediglich eine dienstpostengebundene Ausbildung wird durchgeführt.

 

Zeitsoldat / Berufssoldat

Soldaten auf Zeit leisten aufgrund freiwilliger Verpflichtung Wehrdienst bei der Bundeswehr. Man kann sich entweder für eine Dienstzeit von vier, sechs, acht, zwölf oder fünfzehn Jahren erreicht werden; maximal sind bis zu zwanzig Jahre möglich. Die Dienstzeit überschreitet somit die Dauer des Grundwehrdienstes, wie auch des freiwilligen zusätzlichen Wehrdienstes. Es gibt mehrere Wege in die Dienstlaufbahn eines Zeitsoldaten, so z.B. auch die Möglichkeit der Verpflichtung anstelle des Grundwehrdienstes.

Als Zeitsoldat, vor allem mit einer Verpflichtungszeit von mehr als vier Jahren, gibt es die Aussicht, bei entsprechender Qualifikation eine Ausbildung bei der Bundeswehr zu abzuschließen (siehe Rubrik Ausbildung bei der Bundeswehr), oder ein Hochschulstudium an einer Universität Fachhochschule (Hamburg oder München) der Bundeswehr zu absolvieren. Schließlich kann man innerhalb der Verpflichtungszeit als Zeitsoldat/in einen Antrag auf Übernahme als Berufssoldat/ Berufssoldatin stellen. Die Entscheidung richtet sich dann nach den Kriterien Eignung und Bedarf. Ein Einstieg in die Bundeswehr direkt als Berufssoldat ist deshalb nicht möglich.