Warum ausgerechnet Politik?

Politisch interessiert seit meiner Jugend, war ich seit meinem 18. Lebensjahr auch politisch engagiert. Der Vorsitz des SPD-Ortsvereins in Filderstadt, ab 1981 der Vorsitz des SPD-Kreisverbandes Esslingen, die Mitgliedschaft im SPD-Landesvorstand Baden-Württemberg, meine Tätigkeit als Kreisrat im Kreis Esslingen sowie die Mitgliedschaft der Regionalversammlung Verband Region Stuttgart sind nur einige Wegmarken meines politischen Engagements in meiner Heimatregion.
Das Ehrenamt war für mich dabei kaum eine Belastung als vielmehr die Möglichkeit zur persönlichen Fortentwicklung: Hier erwarb ich die Fähigkeit, mit Konflikten konstruktiv umzugehen und von einander abweichende Meinungen nach kontroverser Diskussion wieder zu bündeln. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch die Bereitschaft, Anliegen der Menschen wahrzunehmen, die eigene Position auf fruchtbare Weise in eine laufende Diskussion einzubringen, gemeinsam - und mitunter durchaus streitig - Konzepte zu erarbeiten und diese gegenüber anderen Meinungen sachlich vertreten.
Vor diesem Hintergrund war das nunmehr hauptberufliche Amt des Bundestagsabgeordneten für mich natürlich eine große Herausforderung: Mein Einsatz in der Politik gibt mir die Möglichkeit, die Bedürfnisse der Menschen aufzugreifen und in praktische Politik umzusetzen - und ich denke, es bedarf der intensiven Beteiligung einer noch größeren Zahl von Menschen an unserer Demokratie, damit diese auch lebendig bleibt.

Und warum für die SPD? ?

Bereits durch mein Elternhaus sozialdemokratisch geprägt, wäre die Mitgliedschaft in einer anderen Partei als die in der SPD für mich niemals in Frage gekommen. Mein Großvater und mein Vater zählten zu denjenigen, die vor allem mit ihrer Hände Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienten und zudem auch gewerkschaftlich organisiert waren. 
Mein gesamtes familiäres Umfeld war Beispiel dafür, dass es des Einsatzes - und mitunter auch der Opfer - vieler Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bedurfte, damit die SPD in ihrer nunmehr 140jährigen Geschichte viele soziale Errungenschaften erkämpfen konnte, die für uns heute selbstverständlich sind.
Die Zeit meines Eintritts in die SPD 1972 war zudem geprägt von den Gedanken des Aufbrechens der überkommenen, verkrusteten Strukturen. Willy Brandts Visionen von der Überwindung der Trennung zwischen Ost und West haben mich hierbei am stärksten beeindruckt und mich stets auf meinem weiteren politischen Weg begleitet.