„Wir bringen die Kugel ins Rollen“ – Mit-Mach-Kunst Aktion der Realschule Neckartenzlingen

Gemeinsam mit der Tübinger Künstlerin Gisela Glucker gestaltet die Realschule Neckartenzlingen das Erscheinungsbild ihres Schulgebäudes neu. Das Starterprojekt dieser Neugestaltung der Schule „Wir bringen die Kugel ins Rollen“ beinhaltet die phantasievolle Bearbeitung einer rohen Holzkugel. Hierbei wirken Schüler, Lehrer und Eltern, aber auch Persönlichkeiten aus der Umgebung mit. Der Erlös aus der am 19. Oktober 2012 stattfindenden Kugelversteigerungsaktion kommt dem Umbauprojekt zugute. Gleichzeitig dient die Gestaltung der Kugel dem Freisetzen von Kreativität, diese ist für die Umgestaltung der Schule unbedingt notwendig.

Die bearbeitete Kugel

Impressionen zur Kugel

Teile der Welt noch ohne Menschenrechte

Sehr gerne habe ich die Einladung zur Gestaltung der Holzkugel angenommen. Doch schnell tat sich mir die Frage auf, wie ich die Kugel nun gestalten soll. Etwa rein dekorativ? Neben der Tatsache, dass ich kein Künstler aber Politiker bin, war relativ schnell klar, die bearbeitete Kugel soll die oder den Betrachter zum Nachdenken anregen. Deshalb habe ich die Rückseite der Kugel auch mit einem QR-Code ausgestattet, der auf diese Seite führt. Doch wie wird die bearbeitete Kugel interpretiert? Die Einen sehen in der bearbeiteten Kugel ein altertümliches Kanonengeschoss, umringt von Stacheldraht. Andere sehen in der Kugel die Erde, umringt von Stacheldraht.

Ist es möglich, dass die ganze Erde und damit auch alle Menschen gefangen und eingeengt durch Stacheldraht sind? Wohl nicht die ganze Erde, aber Teile davon. Direkt betroffen sind zwar nicht alle Menschen, aber viele. Daher ist es mir ein Anliegen, über die Menschen nachzudenken, die heutzutage gefangen und eingeengt sind. Als Bewahrer von Freiheit und zum Schutz vor Repression nehmen die Menschenrechte eine herausragende Rolle ein. Menschenrechtsverletzungen sind jedoch leider in vielen Ländern dieser Welt noch immer an der Tagesordnung. Medial werden diese Menschenrechtsverletzungen punktuell thematisiert, doch vieles bleibt uns verborgen. Unzählig sind die Schicksale derer, die beispielsweise wegen ihrer politischen Überzeugung Folter erleiden müssen. Organisationen wie Amnesty International oder das Deutsche Institut für Menschenrechte kämpfen dafür, dass Menschenrechte eingehalten werden und diese auch immer wieder in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten.

Unter folgenden beiden Links können Sie sich über die Arbeit von Amnesty International und des Deutschen Instituts für Menschenrechte informieren:

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/

http://www.amnesty.de/

Gerade die Menschen, die in solchen Gesellschaften leben, in denen Menschenrechte garantiert werden, haben eine umso größere Verantwortung sich um diejenigen Menschen zu kümmern, deren Rechte und Freiheiten verletzt werden. Dieses kleine Kunstwerk soll uns gerade daran erinnern und uns unsere Verantwortung ins Gedächtnis rufen.

Unter folgendem Link finden Sie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948:

http://www.un.org/depts/german/grunddok/ar217a3.html